Pharaoameisen

Problemfall Pharaoameise

Unterscheidung

Die Pharaoameise – oder Monomorium pharaonis – von unseren einheimischen Arten zu unterscheiden ist gar nicht so einfach.
Die 3 eindeutigsten Unterscheidungsmerkmale sind ihre geringe Größe (ca. 2mm), die Tatsache, dass sie sich immer an sehr warmen Stellen innerhalb eines Hauses einnisten sowie ihre Polygynie (sie haben mehrere Königinnen).

Das Nest

Im Gegensatz zu unseren einheimischen Ameisenarten suchen sich Pharaoameisen immer den wärmsten Platz im Haus aus, um ihr Nest zu errichten. Im Freien kann die Pharaoameise in unseren Breiten nicht überleben, weshalb ihre Nester ausschließlich in Gebäuden gegründet werden.
Sobald dieses Nest übervölkert ist, schwärmen unzählige Jungköniginnen aus, gründen eigene Nester ganz in der Nähe, und leben friedlich mit dem Hauptnest zusammen. Auch diese Nester werden natürlich an möglichst warmen Plätzen errichtet.
Beispiele für Nistplätze wären in der Küche hinter elektrischen Geräten, (z.B. Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine) in Hohlräumen, nahe den Heizungskörpern oder in Zwischendecken an Lampen.

Vorkommen

Natürlich kommt die Pharaoameise aus Asien. Die nur 2mm große, bernsteingelbe Art nistet sich hier aber eher selten in privaten Haushalten ein. Häufiger sind Gewächs- oder Krankenhäuser sowie Lebensmittelverarbeitende Industrien von ihnen betroffen.

Bekämpfung

Wenn Sie tatsächlich in der Wohnung ein Problem mit Pharaoameisen haben, dann sollten Sie sich nach professioneller Hilfe umsehen. Diese Ameisenart lässt sich durch die vielen verschiedenen Nester und die vorsichtige Aufnahme von Futter nur sehr schwer beseitigen. Die Pharaoameisen tragen genau wie ihre einheimischen Verwandten das Gift ins Nest, wo es auch die anwesenden Königinnen vernichtet. Danach allerdings meiden alle umliegenden Nester die Futterstellen, an denen die Arbeiterinnen des ausgerotteten Nests gefressen haben und erschweren damit eine komplette Ausrottung ungemein.

Die professionelle Bekämpfung besteht meist darin, dass vorerst eine Analyse aufgestellt wird, in welchem Raum sich die Ameisen befinden. Dazu wird extrem anziehendes Futter (z.B. frische Leber oder hartes Eigelb) ausgelegt und am Folgetag kontrolliert.
Die befallenen Räume werden anschließend mit Ameisenködern ausgelegt. Diese müssen regelmäßig erneuert und an neuen Orten verteilt werden, damit die Ameisen dieses Futter nicht meiden. Nach bis zu einem Jahr geht man davon aus, dass auch die letzte Königin vergiftet wurde.

Werden die Köder zu früh entfernt, zu selten erneuert und verlagert, oder wird von Anfang an ein Raum übersehen, dann bessert sich die Situation zwar vorübergehend, nach einigen Monaten haben sich jedoch wieder neue Nester gebildet und die Bekämpfung muss von neuem beginnen.