Vermeidung von Ameisen

Vermeidung von Ameisen im Haus und Garten

Wenn Ameisen sich im Haus oder Garten einnisten, dann wollen die meisten sie einfach loswerden. Die Frage, warum die Ameisen eigentlich an eben jenem Punkt ihr Nest errichtet haben wird häufig vergessen zu hinterfragen.

Die Standortbedingungen verändern

Ameisen siedeln sich grundsätzlich dort an, wo die Standortbedingungen für sie günstig sind. Das bedeutet wenig Fressfeinde, ein gutes Nahrungsangebot sowie die Möglichkeit ein Nest zu errichten.

Zu den Fressfeinden zählen einige Vogelarten, Wildschweine und andere Insekten. Vögel und Wildschweine vertreibt der Mensch durch seine Anwesenheit im Garten, demnach bleiben hauptsächlich noch Insekten als natürliche Feinde. Was diesen Punkt angeht, so ist eine Änderung schwierig und auch nicht zu empfehlen.

Einheimische Ameisenarten wählen meist sandigen oder erdigen Boden, um darin ihr Nest zu errichten, da sie diesen Boden nach Belieben umbauen können. Kies ist jedoch für Ameisen zu schwer, daher werden Ameisen dort kein Nest errichten.

Ameisen im Blumentopf

Wenn im Winter dann die nicht winterharten Blumen im Topf ins Haus geholt werden, sollten Sie aufpassen, dass sich dort keine Ameisen eingenistet haben. Sollte dies jedoch der Fall sein, müssen Sie den Topf nicht gleich entsorgen oder die Pflanze umtopfen. Es reicht, den Topf für einige Stunden ins Wasser zu stellen. Die Ameisen werden im Nest ertrinken und der Topf ist bereit zum Überwintern.
Tipp: Wenn Sie Obstkisten vom Markt kaufen, dann achten Sie auf „blinde Passagiere“. Eine Jungkönigin, die Sie versehentlich ins Haus gebracht haben wird sich mit ziemlicher Sicherheit auch dort einnisten.

Das Nahrungsangebot

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Der letzte und wichtigste Punkt ist das Nahrungsangebot. Wenn Ameisen sich erstmal niedergelassen haben, dann entscheidet die Menge an Nahrung, die sie in der Umgebung finden, wie schnell die Kolonie wächst.
Dabei ist es extrem wichtig, dass Sie den Ameisen keine zusätzlichen Nahrungsquellen liefern, denn schon die natürliche Wachstumsrate der Kolonien reicht aus, um innerhalb von 2 – 3 Jahren auf tausende Arbeiterinnen zu kommen.

Wenn Sie also im Garten essen, dann achten Sie darauf, dass keine Essensreste zurückbleiben. Ob auf dem Boden oder auf dem Gartentisch, die Ameisen werden die Reste in wenigen Stunden finden und stück für stück abtransportieren.
Gleiches gilt für gefüllte Fressnäpfe von Hunden und Katzen. Wenn dort regelmäßig Nahrung liegen bleibt, werden Ameisen – sofern sich welche in der Nähe befinden – diese schnell gefunden haben.
Auch Mülleimer sind ein beliebtes Ziel. Gerade die Biotonne beherbergt ungeahnte Schätze für die kleinen Krabbler.

Bedenken Sie dabei, dass Ameisen durch ihre Pheromonspuren auch noch Wochen später an diesen Plätzen suchen werden, wenn sie dort einmal etwas gefunden haben. Hier heißt die Devise: Gar nicht erst etwas liegen lassen.